„Wir sind zu klein für einen Hackerangriff“ - Nein!
Es ist ein klassisches Gespräch beim ersten Beratungsgespräch. Auf die Frage nach der IT-Sicherheitsstrategie folgt oft ein Schulterzucken und der Satz: „Ach wissen Sie, wir sind ein mittelständischer Betrieb. Warum sollte sich ein Hacker ausgerechnet für unsere Daten interessieren? Da gibt es doch viel lohnendere Ziele.“
Diese Denkweise ist menschlich nachvollziehbar, aber im Jahr 2026 leider brandgefährlich. Warum? Weil sie auf einem völlig veralteten Bild von „Hacking“ basiert.
Der Hacker sitzt nicht mit Kapuzenpulli vor Ihrem Logo
Früher waren Hacker vielleicht digitale Einbrecher, die sich ein spezifisches Ziel ausgesucht haben. Heute ist Cyberkriminalität eine hochgradig automatisierte Industrie.
Moderne Schadsoftware unterscheidet nicht zwischen einem DAX-Konzern und einem Handwerksbetrieb mit 20 Mitarbeitern. Sie ist wie ein digitales Schleppnetz, das das gesamte Internet nach bekannten Sicherheitslücken durchkämmt. Wer eine Lücke hat, bleibt im Netz hängen. Den Algorithmen ist es egal, ob sie Patientendaten, Konstruktionspläne oder einfach nur Ihre Lohnbuchhaltung verschlüsseln.
KMU sind das „weiche Ziel“
Große Konzerne investieren Millionen in Security-Teams und 24/7-Überwachung. Das macht sie zu schwierigen Zielen. Ein mittelständisches Unternehmen hingegen hat oft:
- Veraltete VPN-Zugänge.
- Mitarbeiter, die nicht regelmäßig geschult werden.
- Backups, die zwar existieren, aber im Ernstfall noch nie auf ihre Funktion geprüft wurden.
Die unsichtbare Gefahr: Die Lieferkette
Selbst wenn Sie glauben, Ihre Daten seien nicht „spannend“ genug: Denken Sie an Ihre Kunden. Viele KMU sind Zulieferer für größere Unternehmen. Hacker nutzen kleinere Betriebe oft als Sprungbrett (Supply-Chain-Attack), um in die Netzwerke der „großen Fische“ zu gelangen. Wenn Ihr Unternehmen zum Einfallstor für einen Angriff auf einen Ihrer Key-Accounts wird, ist der Vertrauensschaden oft irreparabel.
Die Kosten eines „kleinen“ Vorfalls
Ein Ransomware-Angriff bedeutet heute nicht mehr nur, dass ein paar Rechner stillstehen. Es bedeutet:
- Totalausfall: Keine E-Mails, keine Produktion, keine Rechnungsstellung. Über Tage oder Wochen.
- Reputationsverlust: Kunden und Partner müssen über den Datenabfluss informiert werden.
- Rechtliche Folgen: Die DSGVO macht bei Bußgeldern keinen Unterschied, ob Sie „klein“ oder „groß“ sind, wenn die Sorgfaltspflicht verletzt wurde.
Die gute Nachricht: IT-Sicherheit muss nicht kompliziert sein, wenn man an den richtigen Stellschrauben dreht. Doch wo fängt man an?
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